Das Vermächtnis des Jan Palach

lbm19 IMG 1033 150Das Vermächtnis des Jan Palach
Unter diesem Titel ist Ende März im Feuilleton der Tageszeitung Fränkischer Tag ein großer Artikel über Jan Palach erschienen. Auf fast einer ganzen Seite wurden Aussagen von Ingo Cesaro und Informationen zu Jan Palach aus dem Buch Dein Herz verbrannte nicht präsentiert. Cesaro setzt sich auf sehr persönliche Weise mit den politischen Geschehnissen der Jahre 1968 und 1969 auseinander − der Niederschlagung des Prager Frühlings und infolgedessen der Selbstverbrennung des Studenten Jan Palach aus Protest gegen den Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts in Prag und für mehr Demokratie und einen Sozialismus mit menschlichem Antlitz.
Ingo Cesaro Dein Herz verbrannte nicht thDas Thema beschäftigt Cesaro seit vielen Jahren: Er schrieb einen Gedicht-Zyklus, der auch ins Tschechische übersetzt ist, ein Theaterstück und immer wieder bei seinen Lesungen im In- und Ausland kommt er auf die Ereignisse zu sprechen, streut Texte dazu in seinen Vortrag ein. Bereits sehr früh erkannte er die Bedeutung von Jan Palach, dem in seiner Heimat viele Jahre lang Respekt und Anerkennung verwehrt wurden. Heute sehen Historiker auch in Tschechien das anders: Jan Palach und sein Fanal werden mit als Auslöser für die Samtene Revolution, für den Umbruch im Osten gesehen: Als am 20. Jahrestag seiner Selbstverbrennung am Wenzelsplatz einige wenige Menschen seiner gedachten, wurde diese kleine Versammlung mit Gewalt aufgelöst. Daraufhin versammelten sich am Tag darauf erneut Menschen auf dem Wenzelsplatz, wieder kam es zur gewaltsamen Auflösung. Das ging eine ganze Woche so, aus einer kleinen Gedenkfeier entstand ein Massenprotest, über 1000 Menschen wurden verhaftet, viele verletzt. Diese Woche ging als Jan-Palach-Woche in die Geschichte ein. In den nächsten Monaten verstärkten sich die Proteste und im Herbst kam es schließlich zum Sturz des kommunistischen Regimes.

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