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Welt(tag) der Poesie
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Romanze

In einem Dunkel
in dem Hunde streunten
und Engel,
die ihre Flügel verbargen,
begab ich mich heim.

Es zerfiel auf den Wegen
– Wie lang so nicht mehr? –
mit einem leichten Blütentaumel
des Windes
zu Raum
die Stunde.

Die Geschwätzigkeit
am Rande der Worte,
nimmermüde,
erlosch.

Mit leiseren Schritten
sprach ich
dem Rücken der Erde
kindliche Liebe zu.

Und
deutlicher wurde
die Unruhe der Pappeln.
Das alterslose Raunen des Flusses.

Meine Erinnerung,
kundig sonst
aller Formeln des Zweifels,
landete,
eine verwundete Taube,
im Laubwerk des Abends an.

Ich konnte niemandem mehr
und nichts,
keinem Ding
einen endgültigen Namen
geben.

In einem Dunkel,
in dem Hunde streunten
und Engel,
die ihre Flügek verbargen,
begab ich mich heim.

 

Hans-Victor Herrlich
Inständig leicht

 

 

 

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